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Die
'Augsburger Allgemeine' schrieb in ihrem Internetauftritt zur Premiere
von "Knock oder der Triumph der Medizin" am 28.
März 2011:
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PREMIERE
Gesund gibt
es nicht
28. März 2011 00:10 Uhr
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Schauspielgruppe
Neusäß überzeugt und unterhält hintersinnig mit „Knock oder der Triumph
der Medizin“ Von Stefanie Knauer |
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Dr. Parpalaid (Ernst-Ludwig Wiesenecker) mit Madame Parpalaid (Barbara
Osswald). Foro: Markus Merk |
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Neusäß
Am Anfang war ein Pochen: Das Pulsieren, das vom Band vor geschlossenem
Vorhang spielte, erinnerte an den Herzschlag, seine rhythmische Abfolge
an einen Musikbeat. So begann die jüngste Produktion der Schauspielgruppe
Neusäß, die am Samstag in der Aula der Ägidius-Volksschule ihre Premiere
feierte. Auch Titelfigur Dr. Knock pochte gern – auf anderer Leute
Rücken zum Beispiel. Vor allem aber pochte er darauf, dass sein Patient
ernstlich krank sei und langer, kostspieliger Behandlung bedarf. |
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Nur
dem Namen nach fehlte Knock also das „Out“: Tatsächlich schaffte es
der neue Landarzt von St. Moritz, einer kerngesunden Bergbevölkerung
in drei Monaten „Zauberberg-Mentalität“ zu verschreiben. „Knock oder
der Triumph der Medizin“ heißt die schwarzhumorige Komödie in drei
Akten, die Jules Romains 1923 verfasste. Relevant ist sie immer noch.
Als Dr. Knock einer Patientin strahlend verkündet, dass zu ihrem Glück
„ja heutzutage die Radioaktivität zur Verfügung steht“, geht bitteres
Lachen durch die Zuschauerreihen. |
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Mit
der Neuauflage von Romains’ prophetischem Bühnenwerk traf Regisseurin
Sigrid Ihlenfeldt den Nerv der Gegenwart und dockte beim Thema lebensverlängernde
Maßnahmen an das Vorgängerstück „Hotel zu den zwei Welten“ an. „Die
Aufgabe des Mediziners ist nun einmal die Ausschöpfung der Lebenspotenzials
bis an die äußerste Grenze des Erreichbaren“, so Dr. Knock laut Programmheft
in seiner Dissertation. „Gesunde Menschen sind Kranke, die von ihrem
Zustand nichts wissen“, so der promovierte Quacksalber weiter. Die
Landwirtschaft und das soziale Leben in St. Moritz lagen brach, der
Kurbetrieb im Hotel „Zum Schlüssel“ blühte, und der selbst ernannte
Messias in Weiß mit seinen „Handlangern“ Schulmeister Bernard (Jürgen
Roth) und Apotheker Mousquet (Wolfgang Hugo Ritter) war in seinem
Element – bis der Ethikrat nach zwei Jahren Einhalt gebot, so der
Programmtext. |
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Aus
dem Möbelchaos erwächst das erste Bühnenbild
Geschickt bauten die Schauspieler, die in Ärztekitteln die Bühne gestürmt
hatten, aus dem Möbelchaos den ersten Schauplatz: nämlich den rachitischen
Oldtimer von Dr. Parpalaid, dem Vorgänger Knocks und durch sein ärztliches
Phlegma akkurates Gegenstück. Gespielt wurden beide – und alle anderen
– Rollen bravourös, bis ins Detail natürlich und stimmig ausformuliert.
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Bernhard
Vogt mimte „den Herrn Doktor“ Knock virtuos glatt und mit falscher
Freundlichkeit und ließ nur im Gespräch mit seinem Kollegen haarsträubenden
Fanatismus durchschimmern. |
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Ernst-Ludwig
Wiesenecker und Barbara Osswald begeisterten als älteres, redseliges,
aber durchaus gewieftes Ehepaar Parpalaid und waren gleichzeitig beklemmend
überzeugend. Werner Härle brillierte in der Rolle des wortkargen Chauffeurs
wie als tölpischer Ausrufer, das erste „Opfer“ Knocks. |
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Ihm
folgten die Damen in Blau (köstlich Gertrud Bauer als beredte Landwirtin)
und in Violett (bewundernswert Christa Klement als standesbewusste
„Privatpatientin“), dazu Sebastian Bayerl, Paul Fischer, Ursula Fischer-Erdhofer
und Svenja Schulmeister als typische Patienten, Wirtin, Pagen. Neben
den ausgeprägten Charakteren lockerte Regisseurin Sigrid Ihlenfeldt
mit unterhaltsamen Kniffen wie der perfekten Illusion des rüttelnd
fahrenden Autos das manchmal leicht langatmige Stück auf, setzte kritische
Akzente wie mit dem zweideutigen Händewaschen, bannte die Aufmerksamkeit
bis zum Schluss. Ein unterhaltsamer Abend mit Hintersinn. |
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In
ihrem Internetauftritt zeigt die 'Augsburger Allgemeine' zum Stück
"Knock oder der Triumph der Medizin"
seit 21. März 2011 eine Bildergalerie mit Fotos von Markus Merk: |
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http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg-land/Schauspielgruppe-Neusaess-Knock-oder-der-Triumph-der-Medizin-id14379721.html |
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In
ihrem Internetauftritt schrieb die 'Augsburger Allgemeine' zum Stück
"Hotel zu den zwei Welten" am 3.März 2010: |
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Fahrstuhl verbindet Leben und Tod
09.03.2010 17:30 Uhr |
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Neusäss.
Im Fahrstuhl zwischen Leben und Tod: Ein auf den ersten Blick sperriges
Thema bringt Eric-Emmanuel Schmitt in seinem Theaterstück "Hotel zu
den zwei Welten" auf die Bühne. Die Schauspielgruppe Neusäß wählte
das Drama für ihre neue Produktion und setzt mit einer Eigenproduktion
die Reihe mit Stücken des französischen Dramatikers fort, die mit
erfolgreichen Gastspielen in der Neusässer Stadthalle begonnen hat.
Premiere ist am Samstag, 13. März, um 19.30 Uhr in der Aula der Ägidiusschule. |
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Bild: ALFA
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"Das
Stück hat uns schon beim Lesen so beeindruckt - so sehr, dass wir
es fast einstimmig ausgewählt haben, obwohl es nicht für alle Spielinteressenten
eine Rolle enthält", erzählt Regisseurin Sigrid Ihlenfeldt. "Allerdings
gibt es uns wieder Gelegenheit, zwei Spieler aus unserer Jugendgruppe
mit anspruchsvollen Rollen zu betrauen." |
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Auch
technisch ist die Schauspielgruppe diesmal gefragt: Die Bühne braucht
einen Fahrstuhl, der sich selbsttätig öffnet und schließt, und einen
Monitor, auf welchem immer wieder geheimnisvolle Zeichen erscheinen.
"Im Hotel zu den zwei Welten" treffen die unterschiedlichsten Menschen
aufeinander. Sie müssen als Komapatienten warten, wie sich ihr Schicksal
entscheidet. Während der eine diese Ungewissheit nicht ertragen kann,
findet ein anderer sogar Genuss am Warten. Zentral ist der Fahrstuhl.
Denn nur er hält die Verbindung nach außen und scheint überdies auch
noch selbstständig zu entscheiden, ob die Fahrt nach unten - zurück
auf die Erde - oder nach oben in den Tod geht. Bis es aber so weit
ist, wachsen Beziehungen unter den Akteuren, geht es um die Dinge
des Lebens und auch darum, seinen Blickwinkel zu ändern. Sigrid Ihlenfeldt
versichert: "Trotz der Ernsthaftigkeit des Themas kommt bei diesem
Autor der Humor nicht zu kurz." Wer in den vergangenen Jahren in Neusäß
schon Schmitts "Oscar und die Dame in Rosa" oder "Kleine Eheverbrechen"
gesehen hat, kennt die große Fähigkeit des Dramatikers, selbst schwere
Zusammenhänge unterhaltsam und bühnenwirksam zu präsentieren. Und
wer nicht, der kann sie jetzt mithilfe der Schauspielgruppe Neusäß
kennenlernen. |
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Aufführungen:
Premiere ist am, Samstag, 13. März, um 19.30 Uhr, danach Aufführungen
an den Freitagen, 26. März sowie 9./16. April sowie Samstag, 20./27.
März und 10./17. April und schließlich Sonntag, 14./21./28. März sowie
18. April. Beginn der Vorstellungen ist jeweils um 19.30 Uhr, an den
Sonntagen bereits um 17 Uhr, in der Aula der Volksschule bei St. Ägidius,
Bürgermeister-Kaifer-Straße 8, Neusäß. (lig)
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Kartenvorverkauf
bei Bücher Hiemer im Schmutterpark Neusäß, Telefon (08 21) 46 62 88.
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