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1990
wurde, wie gesagt, aus der Laienspielschar die "Schauspielgruppe Neusäß
e.V.", denn nur so sah sich die Stadt Neusäß in der Lage,
uns Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen, wofür
wir den Verantwortlichen sehr dankbar sind. Im Sommer 1990 fand der
Umzug in die Aula der Grundschule bei St. Ägidius in Neusäß
statt. Der daneben liegende ehemalige Fahrradkeller wurde der Gruppe
als Fundus und Werkstatt überlassen.
Bei Belegung der Aula für die zahlreichen Proben, Erarbeitung
der Bühnenbilder und Aufführungen sowohl der Erwachsenen-
als auch der Kinder- und Jugendgruppen muss natürlich an erster
Stelle auf die Belange der Grundschule und zweitens auch auf die Musik-
und Singschule Rücksicht genommen werden. Aufgrund frühzeitiger
und verständnisvoller Abstimmung zwischen den jeweiligen Leitern
funktioniert diese Zusammenarbeit erfreulich gut.
In
die Aula war vom Bauhof ein feststehendes Podest auf Portablen eingebaut
worden. Die Ausgestaltung der Guckkastenbühne sowie die Anschaffung
und Aufhängung der Beleuchtung blieb Aufgabe des Vereins und
wurde in einer großen Gemeinschaftsaktion bewältigt.
Im Frühjahr 1996 schaffte die Stadt Neusäß gepolsterte
Stühle an, die sich fest miteinander verbinden lassen. Ebenso
wurde im Bühnenbereich ein Fenster eingebaut, das sich nach
außen öffnen lässt, dort geht es ebenerdig weiter.
Von der Bühne aus ist das Fenster über eine Treppe zu
erreichen und dient als Notausgang. Damit sind die feuerpolizeilichen
Auflagen erfüllt, und die Gruppe hat endlich die Möglichkeit,
einen Spieler auftreten zu lassen, der vorher vom Publikum noch
nicht gesehen wurde. Das Handicap unserer Bühne besteht nämlich
darin, dass diese nur vom Zuschauerraum aus betreten und wieder
verlassen werden kann. Bislang fand aber unsere 1. Vorsitzende und
Spielleiterin Sigrid Ihlenfeldt jedesmal eine pfiffige Lösung
für dieses Problem.
1997 ergänzten wir unsere Bühne durch einen farblich zu
den Besucherstühlen passenden Samtvorhang mit Ziehvorrichtung.
Zur Krönung entstand im Jahr 1999 ein separater Beleuchtungsraum.
Dazu wurde die rückwärtige Wand der Aula durchbrochen
und ein Kämmerchen gemauert, der Platz dafür wurde vom
Eingangsbereich abgezwackt. Heuer überarbeiteten und bereicherten
wir unsere Beleuchtungsanlage, um die inzwischen sehr aufwendige
Bühnenausstattung ins richtige Licht setzen zu können.
Viele helfen zusammen, damit das Bühnenbild, die Bühnentechnik,
die Requisiten, die Kostüme möglichst perfekt sind. Und
die Spieler treffen sich 2-3 mal wöchentlich für
ungefähr drei Stunden zum Proben. So entstehen die mal ernsten
und mal heiteren Inszenierungen,
die in Neusäß und im Augsburger Raum ein stetig wachsendes
Stammpublikum erfreuen.
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