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Hinter
den Kulissen zu "HOTEL ZU DEN ZWEI WELTEN"
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Fotos:
Gertrud Bauer
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Dieses
Hotel ist ein sonderbarer Ort. Es gibt keine Treppen, keinen Ausgang
und der Fahrstuhl kommt nicht, wenn man ihn ruft. Die Fenster
sind undurchsichtig und lassen sich nicht öffnen.
Kein Wunder, dass sich Julien nur schwer zurechtfindet, obwohl
die anderen Gäste des Hotels dem Neuankömmling bereitwillig Auskunft
geben. So nimmt Dr. S. die Sache in die Hand.
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Dr.
S.:
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Alle
Männer und Frauen, die hier Quartier genommen haben, sind gerade
dabei, auf der Erde entscheidende Stunden durchzumachen, befinden
sich in dem Zustand, den Ihr dort unten Koma nennt. Also zwischen
Leben und Tod. Hier sind sie frei von all den Schmerzen, die ihr
Körper dort unten durchmachen muss. |
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Julien:
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Sie
wollen mir also einreden, dass sich mein Körper woanders befindet?
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Dr.
S.:
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Ihr
Körper aus Fleisch und Nerven liegt auf einem Operationstisch in
der Intensivstation. Hier sind Sie, um abzuwarten. |
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Julien:
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Was
abzuwarten? |
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Dr.
S.:
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Dass
sich ihr Schicksal entscheidet. Entweder, Sie werden gerettet und
der Fahrstuhl bringt Sie runter, damit Sie auf der Erde wieder aufwachen
- oder, Ihre Reanimation misslingt, und der Fahrstuhl fährt mit
Ihnen nach oben. |
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Julien:
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Was
ist da oben? |
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Ja,
das ist die große Frage, die alle Gäste dieses sonderbaren Hotels
bewegt, über die sie miteinander ins Gespräch kommen.
Der
1960 geborene französische Erfolgsautor Eric-Emmanuel Schmitt
hat sich mit diesem Hotel einen Ort ausgedacht, bei dem es schön
wäre, wenn es ihn gäbe, weil dort durch das erzwungene Warten,
die Begegnungen, das Nachdenken über sich selbst, grundlegende
Veränderungen möglich wären.
Trotz der Ernsthaftigkeit kommt bei diesem Autor auch der Humor
nicht zu kurz.
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Fotos: Gertrud Bauer
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